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Rheinische Post: Die Schule ist der dickste Brocken

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Detlev Hüwel:

Der Start stimmt hoffnungsvoll. CDU und SPD haben bei ihrem ersten Gespräch erkennen lassen, dass sie es ernst meinen mit der Bildung einer großen Koalition. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg, aber er dürfte zu schaffen sein. Dass beide Seiten gestern zunächst ihrem Zorn über den Wahlkampf des politischen Gegners freien Lauf gelassen haben, war kein schlechter Regieeinfall - nach dem reinigenden Gewitter war die Luft um so klarer für Sachthemen. Konkrete Ergebnisse sind vorerst allerdings nicht zu erwarten, denn Sondierungsgespräche sind in erster Linie dazu da, sich politisch "abzuschnuppern". Stimmt die Chemie, kann ernsthaft verhandelt werden. Vor allem in der Schulpolitik bedarf es noch eingehender Vorgespräche. Es muss sichergestellt werden, dass für die Schulen berechenbare Arbeitsbedingungen herrschen. Ein radikaler Schnitt (den die Union sicher nicht mitmachen würde) wäre verheerend für den Schulfrieden in NRW. Allerdings muss sich die CDU angesichts des Rückgangs der Schülerzahlen deutlich bewegen. Ein Weiter-so-wie-bisher kann es nicht geben. SPD-Chefin Hannelore Kraft braucht ein solches Signal allein deshalb, um mit ihrem Anspruch eines "Politikwechsel" gegenüber einer aufgewühlten Parteibasis glaubhaft zu bleiben.

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