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Rheinische Post: Folgen der Ölpest

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Matthias Beermann:

Mehr als einen Monat nach der Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" gibt es erstmals einen Hoffnungsschimmer im Golf von Mexiko: Das Verstopfen des Lecks in 1500 Meter Wassertiefe scheint zu gelingen. Ob das Manöver am Ende wirklich von Erfolg gekrönt ist, wird sich allerdings erst in Tagen oder gar Wochen herausstellen. Noch viel länger wird es wohl dauern, die Folgen des Unfalls auf die Umwelt abzuschätzen. Schon jetzt aber ist klar, dass die mutmaßlich schlimmste Ölpest der Geschichte Konsequenzen haben muss. Es wäre blauäugig zu glauben, die USA würden unter dem Eindruck der Ölpest vom strategischen Ziel abrücken, ihre Abhängigkeit von Öl-Importen zu verringern. US-Präsident Barack Obama wird neue Bohrungen vor der US-Küste zunächst auf Eis legen. Er wird Vorschriften ändern lassen und in den Ministerien, wo Kungelei zwischen Beamten und Öl-Managern gang und gäbe war, dürften Köpfe rollen. Aber es wird weiter gebohrt und gefördert werden. Deshalb besteht die beste Maßnahme gegen eine Wiederholung eines solchen Unfalls darin, den Verursacher BP kräftig zur Kasse zu bitten. Der Öl-Multi darf sich nicht mit juristischen Schlichen aus der Verantwortung stehlen. Es ist Zeit für ein Exempel.

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