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Rheinische Post: Unnötige E-Prämie Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots) - Deutschland hinkt bei Entwicklung und Markteinführung von Elektro-Autos sträflich hinterher. Zu lange hat sich die deutsche Autobranche mit der Weiterentwicklung herkömmlicher Verbrennungsmotoren beschäftigt und sich dabei, zugegeben, Spitzenrang erworben. Doch Frankreich, Japan und andere haben nun bei den Steckdosen-Autos die Nase vorn. Die deutsche Wirtschaft muss sich also anstrengen, den Rückstand wettzumachen. Die Bundesregierung macht das Thema Elektromobilität nun zum nationalen Projekt, Hersteller, Stromerzeuger und Wissenschaft sollen sich zusammentun, um gemeinsam schneller voranzukommen. Es verwundert nicht, dass die Autobranche ihre Chance wittert, nach der Abwrackprämie abermals staatliche Subventionen zu erhalten. Die Hersteller fordern eine Prämie für Käufer von E-Autos. Darauf darf sich die Regierung nicht einlassen. Viele Produkte, deren Markteinführung sie einst mit staatlichen Mitteln gefördert hatte, erwiesen sich hinterher als Flop. Das wird beim Elektroauto mit Sicherheit nicht geschehen. Es wird sich von ganz allein zu einem Verkaufsschlager mausern, sobald seine Produktionszahlen hoch genug sind, um es den Kunden zu vernünftigen Preisen anzubieten.

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