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Rheinische Post: Besonnene Polizei

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Eva Quadbeck:

Die Berliner Polizei hat in diesem Jahr die beiden Strategien der ausgestreckten Hand und des harten Durchgreifens kombiniert und dabei fast alles richtig gemacht. Die Einsatzkräfte sind trotz der schlechten Erfahrungen im Vorjahr der großen friedlichen Menge der Demonstranten zu Recht besonnen und bürgernah begegnet. Unerlässlich war aber der Strategiewechsel hin zu hartem und konsequentem Durchgreifen gegenüber den Randalierern. Leider liegt ein Schatten über dem Einsatz: der Tritt eines Polizisten gegen den Kopf eines am Boden liegenden Demonstranten. Auch in den eigenen Reihen wird die Polizei in diesem Fall hart und konsequent durchgreifen müssen. Die Aktion von Bundestagspräsident Thierse, der rechtswidrig einen genehmigten Neonazi-Aufmarsch blockiert hat, war seines Amtes unwürdig. Es gehört kein Heldenmut dazu, sich Radikalen in den Weg zu setzen, wenn man von Polizisten vor einem gewaltsamen Zusammenstoß bewahrt wird. Wer die Demokratie schützen möchte, muss ihre Spielregeln achten. Dies gebietet auch der Respekt vor den Polizisten, die jedes Jahr am 1. Mai ihre eigene körperliche Unversehrtheit aufs Spiel setzen, um eben Freiheit und Demokratie zu schützen.

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