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Rheinische Post: Wahlkampf mit links

    Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Sven Gösmann: Wie sehr die dauerhafte Existenz von Lafontaines Linkspopulisten die politische Mittelachse in Deutschland nach links verschoben hat, konnte man beispielhaft bei den Auftaktveranstaltungen von CDU und SPD für die NRW-Landtagswahl besichtigen. CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und seine SPD-Herausforderin Hannelore Kraft lieferten sich im Fernduell einen Überbietungswettbewerb, wer von beiden der Sozialere ist. Ob beim amerikanisch angehauchten CDU-Treffen in Oberhausen oder bei der als Multikulti-Fest daherkommenden SPD-Sause in Düsseldorf wurde viel (und richtigerweise) über Alleinerziehende, Hartz-IV-Empfänger, Arbeitslose geredet  leider kaum über andere Gruppen unserer Gesellschaft. Die Leistungsträger kamen nur indirekt vor, weil sie die ganze Solidarität bezahlen müssen. Das ist formal in Ordnung, ordnungspolitisch aber dürftig. Trotzdem dürfte es der schwarz-rote Faden für die verbleibenden 27 Wahlkampf-Tage sein. Denn Rüttgers wie Kraft versuchen, die Linkspartei doch noch aus dem nächsten Landtag herauszuhalten  in der Hoffnung, am 9. Mai doch wieder ein Vierparteienparlament geschenkt zu bekommen, das die jeweiligen Wunschbündnisse Schwarz-Gelb oder Rot-Grün ermöglicht. Beiden bliebe noch eine andere Option  die der großen Koalition der sozialen Wohltaten.

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