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Rheinische Post: Kommentar: Gewalt aus dem Kaukasus

Düsseldorf (ots) - Der Terror ist nach Russland zurückgekehrt. Mehrere Jahre lang lebten die Russen in relativer Ruhe, es schien, als habe Wladimir Putin mit eiserner Hand das Terror-Problem in den Griff gekriegt. Doch das war ein Trugschluss, wie die Attentate auf die Moskauer Metro zeigen. Es gärt weiter im Kaukasus, und die Gewalt dort hat sich in den vergangenen Monaten immer mehr gesteigert. Putin hat den Drahtziehern der Anschläge eine gnadenlose Jagd angedroht. Es steht zu befürchten, dass er die Attentate nutzen wird, um die Schrauben der Repression noch weiter anzuziehen. Putin weiß: Sein Image als Garant von Stabilität und Wohlstand ist in Gefahr. In Folge der Wirtschaftskrise ist die Unzufriedenheit der Russen mit den herrschenden Strukturen ohnehin gewachsen. Jetzt wird zudem deutlich, dass die Strategie des Kremls zur Befriedung des Kaukasus offenbar fehlgeschlagen ist. Es gelingt den Sicherheitskräften nicht, die Situation dort unter Kontrolle zu bringen. Zwar haben sie in letzter Zeit mehrere Rebellenführer getötet. Doch werden immer neue Generationen von Terroristen nachfolgen, solange die Kernprobleme im Kaukasus nicht gelöst sind: die wirtschaftliche Misere und die Frage der Selbstbestimmung im Verhältnis zu Russland. Dafür haben die Mächtigen in Moskau bis heute kein brauchbares Rezept. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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