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Rheinische Post: Köln braucht den Neustart

Düsseldorf (ots) - Kommentar von Martin Kessler Es gibt keine Stadt in Deutschland, die über zwei Jahrtausende auf eine ähnlich glanzvolle Geschichte zurückblicken kann wie Köln. Doch Tradition allein schafft noch keine Zukunft. Und die bekannteste Stadt am Rhein braucht dringend ein anderes Image, um im Wettbewerb der Metropolen mithalten zu können und auf Dauer in der Region ihre Strahlkraft beizubehalten. Der Einsturz des historischen Archivs, der ganz Deutschland bewegte, hätte trotz aller Tragik die Kölner wachrütteln können. Das hätte auch geheißen, die Verantwortlichen nicht unbedingt im rechtlichen, sondern vor allem politischen Sinne zur Rechenschaft zu ziehen. Am besten wäre es gewesen, die am Bau der U-Bahn Beteiligten hätten von sich aus die Konsequenzen gezogen. Doch nichts davon geschah. Der Nahverkehrs-Manager Reinarz, ein bekannter und einst mächtiger Kölner Kommunalpolitiker, blieb zunächst auf seinem Posten, weil ihm niemand konkret etwas nachweisen kann. Als immer neue Unregelmäßigkeiten ans Tageslicht kamen, hielt er trotzdem stur an seiner Position fest nach dem Motto: Mir kann keiner. Erst auf Druck der neuen Stadtregierung rückte Reinarz von dieser Haltung ab. Doch jetzt feilscht er würdelos um eine millionenschwere Abfindung. Sie mag ihm zustehen, verdient hat er sie nicht. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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