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Rheinische Post: Kommentar: Weniger Kliniken sind mehr

    Düsseldorf (ots) - Eine Klinik in Koblenz, die einen Bypass legt, kassiert dafür fast 900 Euro mehr als eine Klinik im nahen Bonn. Sachliche Gründe dafür gibt es nicht: In Koblenz sind die OP-Säle nicht schöner, die Ärzte nicht qualifizierter, die Schwestern nicht besser bezahlt. Der einzige Grund: Koblenz liegt in Rheinland-Pfalz, wo die Häuser den Kassen im Jahr 2005, als die Klinik-Finanzierung neu aufgestellt wurde, zufällig besonders viel Geld abgehandelt haben. Ähnliches gilt für Bayern und Baden-Württemberg. Nun heißt es, die Unterschiede seien historisch gewachsen. Die Bundesregierung lehnt es auf Druck von Bayern sogar ab, die Unterschiede ganz zu beseitigen. Das geht nicht. Anders als in der Marktwirtschaft, wo Preis-Unterschiede den Wettbewerb anheizen, zeigen sie im planwirtschaftlichen Gesundheitswesen Ineffizienz an: Entweder werden Kliniken in NRW zu schlecht bezahlt oder in Rheinland-Pfalz wird Geld verschwendet. Geld-Verschwendung ärgert die Beitragszahler, Unterfinanzierung die Patienten. Denn dann behandeln die Kliniken einfach mehr Patienten stationär als nötig. Die Lösung kann nur sein, endlich eine Bereinigung zuzulassen und die "Gemischwarenläden", die alles anbieten und nichts richtig können, zu schließen. Damit würden die Gelder frei, die nötig sind, um verbleibende Klinken ordentlich zu finanzieren.

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