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Rheinische Post: Obamas Iran-Kurs

    Düsseldorf (ots) - von Matthias Beermann

    Barack Obama hat es ernsthaft versucht, ist nach 30 Jahren Konfrontation auf den Iran zugegangen. Es sollte ein Neuanfang werden, eine Wende in der verkorksten Beziehung zwischen der Islamischen Republik und Amerika, die einst mit der brutalen Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran begann. Dahinter steckte das politische Kalkül, in Teheran warte man nur auf eine ausgestreckte Hand, um endlich aus der internationalen Isolation ausbrechen zu können, unter der das Land seit Jahrzehnten leidet. Aber die Rechnung ist nicht aufgegangen. Der Grund dafür ist einfach: Die beharrenden Kräfte des Mullah-Regimes brauchen das Feindbild des "Großen Satans", um sich an der Macht zu halten. Die Charme-Offensive ist also abgeblasen. Jetzt setzt auch Obama auf Daumenschrauben, um Teheran in der Atom-Frage zur Räson zu bringen. Er wirbt für neue Sanktionen, und das ist auch richtig so. Offen bleibt allerdings, ob eine neue Runde von internationalen Strafmaßnahmen erfolgreicher sein kann als die bisherigen Versuche, den Iran zu mehr Kooperation zu drängen. Immerhin besteht die Hoffnung. Denn allmählich gibt es kaum noch Zweifel daran, dass die Mullahs die Bombe wollen. Das aber würde mit Sicherheit eines bedeuten: Krieg.

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