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Rheinische Post: Verdis schädlicher Warnstreik

Düsseldorf (ots) - ange Zeit haben die Beschäftigten von Bund und Kommunen auf Lohnerhöhungen verzichtet. Aus ihrer Sicht ist es nun höchste Zeit, ein größeres Stück vom Kuchen zu bekommen. Doch da liegt das Problem: Der zu verteilende Kuchen ist stark geschrumpft. Die Kommunen kämpfen im Zuge der größten Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik mit enormen Steuerausfällen. Spielraum für Lohnerhöhungen gibt es nicht. Trotzdem rufen die Gewerkschaften schon nach der zweiten Verhandlungsrunde zu massiven Warnstreiks auf. Ein Fehler. Denn treffen werden Verdi und Beamtenbund mit ihren Protestaktionen in erster Linie die Bürger insbesondere Pendler, Kranke und Eltern. Das wird dazu führen, dass der Unmut der Bevölkerung gegen den ohnehin nicht besonders wohlgelittenen öffentlichen Dienst wächst. Zumal viele Eltern erst vor einem halben Jahr wochenlang vor verschlossenen Kita-Türen gestanden hatten, weil die Erzieher für einen fragwürdigen Gesundheitstarif streikten. In Zeiten, in denen die Kommunen Schwimmbäder schließen und Gebühren erhöhen, werden die Bürger kein Verständnis für eine deutlich höhere Bezahlung im öffentlichen Dienst haben. Die Gewerkschaften sind gut beraten, schnell an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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