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Rheinische Post: Spare in der Zeit, dann hast du . . . Von Reinhold Michels

Düsseldorf (ots) - In der 12. Folge unserer Philosophen-Serie wurde gestern eine Aussage des Heidelberger Denkers Hans-Georg Gadamer zitiert, wonach das, was ein Sprecher in Worte fasst, geringer sei als das, was zu sagen wäre. Betrachtet man den dramatisch klingenden Satz von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: "Die Personalkosten wachsen uns über den Kopf", drückt er demnach nicht die ganze Wahrheit aus. Ist diese etwa so schlimm, dass selbst einem sprachgewandten Politiker die Worte fehlen? Vor Alarmismus, dieser deutschen Eigen- und Unart, sei gewarnt. Zumal die Landesregierung nach altem Hausvater-Motto "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not" monatlich Rücklagen bildet, auf dass die drückenden Pensionslasten nicht irgendwann politisches Handeln ersticken. Dass es sich bei den Rücklagen um geliehenes Geld handelt, ist ein Schönheitsfehler, kein Schandfleck. Innenminister Thomas de Maizière, der beim Beamtenbund eine kluge Rede hielt, scheint ein Garant dafür zu sein, dass Lohnpolitik im öffentlichen Dienst bei der die Arbeitsplatz-Sicherheit immer mitgedacht werden muss mit Maß und Ziel betrieben wird. Auch der gescheite Beamtenbund-Vorsitzende Peter Heesen weiß natürlich, dass de Maizière Recht hat, wenn er sagt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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