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Rheinische Post: Die neue Front des Terrors Kommentar Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Mittel und Anweisungen zum Sprengen eines Flugzeuges will der verhinderte Attentäter von Detroit aus dem Jemen erhalten haben. Damit bestätigt Umar Faruk Abdulmutallab, was vor Weihnachten nur wenige aufgerüttelt hatte: Zur Bedrohungslage in Afghanistan und Pakistan ist längst eine dritte im Jemen hinzugekommen. Die dortige Regierung wird al Qaida nicht mehr Herr. Das hatte schon vor über einem Jahr die alte Bush-Administration erkannt und immer mehr "Berater" in den Jemen entsandt. Als nächsten Schritt bereitete Barack Obama in der mit Spannung erwarteten Rede zur künftigen Afghanistan-Politik seine Landsleute wie beiläufig auf neue Fronten vor: Wo immer al Qaida neue Brückenköpfe eröffne, "ob in Somalia oder im Jemen", werde dem entschieden begegnet, sagte der US-Präsident in West Point. Da ahnte er schon, dass er bald den Befehl zum Waffeneinsatz gegen Ausbildungslager im Jemen geben würde - wie vor Weihnachten geschehen. Die Marschflugkörper wurden im Westen wenig beachtet - im Jemen um so mehr. Umgehend kündigte al Qaida Vergeltung an. Das Terrornetzwerk steht dank einiger Offensiven im Jemen unter erheblichem Druck. Aber auch acht Jahre nach Beginn des Afghanistan-Feldzuges ist es nicht besiegt, stellt es sich nur neu auf. Auch das zeigt "Detroit". Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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