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Rheinische Post: Das Glück der Deutschen

    Düsseldorf (ots) - Von denen, die gestern noch einmal die Freiheit feierten, in Berlin, der einstmals geteilten Stadt, hat damals niemand sagen können, wie der Fall der Mauer für Deutschland, ja für Europa ausgehen würde. Nicht einmal Michael Gorbatschow, der freundliche Polit-Rentner, der wie viele andere, die die historische Wende angestoßen hatten, zum Jubiläum angereist war. Der 9. November 1989 war ein Moment der Euphorie und des Glücks, ein Moment in der Schwebe - auch voller Unwägbarkeiten, und es gab nur die Ahnung: Nichts würde mehr sein wie vorher. 20 Jahre später lässt sich ermessen, wie groß das Glück war, das den Deutschen in jener Nacht zuteil wurde: Die wiedervereinte Nation wird heute respektiert in der Welt, die sich gestern nicht nur in Berlin, sondern überall auf dem Globus eindrucksvoll mitfreute. Deutschland ist kein Frontstaat mehr, sondern umgeben von Freunden, zumindest von Partnern. Das ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn es viele heute so empfinden. Auf jeden Fall erscheint es bedeutender als die Frage, ob die Einheit schon vollendet ist. 20 Jahre nach dem 9. November 1989 sind Deutschland und Europa in Teilen noch eine Baustelle. Freuen wir uns, dass man darauf etwas bewegen kann. 40 Jahre lang hatte Stillstand geherrscht.

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