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Rheinische Post: Ja zu Deutschland Kommentar Von Michael Bröcker

Düsseldorf (ots)

Die Idee ist pfiffig und wirkt nur auf den
ersten Blick skurril. Migranten sollen künftig vertraglich zusichern,
dass sie die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik und die 
Rechten und Pflichten eines Staatsbürgers anerkennen. Das Ja zu 
Deutschland soll in einer Art Deutschlandvertrag zwischen Migranten 
und örtlicher Behörde als Vertreter des Staates festgehalten werden.
Ja, warum eigentlich nicht? Nur wer das verfassungsrechtliche Gerüst,
die Grundprinzipien der Gemeinschaft, in der er dauerhaft leben will,
auch anerkennt, kann zu einem vollwertigen Mitglied der Gemeinschaft 
werden. Zuwanderung ist mehr als eine neue Postleitzahl, sie ist die 
Akzeptanz einer neuen Identität.
Dafür müssen und sollen die Zuwanderer nicht gleich ihre Heimat 
aufgeben. Es geht schlicht darum, sich zu vergewissern, dass für sie 
gilt, was für alle anderen gilt. Ein solcher Integrationsvertrag darf
nicht als Sanktionsdokument interpretiert werden, vergleichbar dem 
Mietvertrag, der unter bestimmten Bedingungen die Kündigung des 
Mieters vorsieht. Vielmehr ist er eine Urkunde, die zur Integration 
verpflichtet, aber gleichzeitig eben auch die Rechte als neuer 
Staatsbürger festschreibt. Eine gute Sache.

Pressekontakt:

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Telefon: (0211) 505-2303

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