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Rheinische Post: Mutti ist die Beste

    Düsseldorf (ots) - von Sven Gösmann

    Vor ihren Gegnern braucht sich Angela Merkel nicht zu fürchten. Wann haben wir zuletzt von Gabriel, Lafontaine und Co. gehört? Und ihre parteiinternen Kritiker aus der Jungen Union blamieren sich mit einer Internet-Kampagne unter dem Titel "Aufstand gegen Mutti". Die verbliebenen CDU-Schwergewichte, nur Rüttgers und Wulff sind zu nennen, verkneifen sich jedes böse Wort, um die Koalitionsverhandlungen nicht zu stören. Diese Verhandlungen sind typische Merkel-Politik. Einschnitte und Reformen werden vertagt, Kritiker beschwichtigt. Der Koalitionsvertrag wird so ein Werk der kleinen, fast immer begrüßenswerten Maßnahmen. Nun dämmert den anderen Unterhändlern, was Merkels Wiederwahl wirklich bedeutet. Die Kanzlerin sieht seit dem matten Wahlsieg ihren Regierungsstil bestätigt. Auch ihre zweite Amtszeit wird eine evolutionäre, keine revolutionäre sein. Merkel will das Land wie ihre Partei weiter in kleinen Schritten verändern. Zweites Ziel bleibt die Marginalisierung der Linken durch Eroberung der gesellschaftlichen Mitte. Es ist nicht gewagt zu behaupten, dass Angela Merkel in diesen Koalitionsverhandlungen ihre Wiederwahl 2013 bereits im Hinterkopf hat. Auf jeden Fall ist sie mit ihrem Stil die am ehesten zeitgemäße Politikerin. Die Junge Union würde es wohl schlichter formulieren: Mutti ist die Beste.

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