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Rheinische Post: Neuer Wind bei Bayer Kommentar Von Antje Höning

    Düsseldorf (ots) - Was lange währt, wird gut. Das könnte auch für die mühsame Suche nach einem Bayer-Chef gelten. Mit der Ernennung von Marijn Dekkers zum Nachfolger von Werner Wenning schlägt Bayer ein neues Kapitel auf. Dekkers ist der achte Chef des Konzerns, aber der erste, der nicht in ihm groß wurde. Dekkers kommt von außen und ist Ausländer dazu. Er hat noch nie ein Schwergewicht geführt. Aber er weiß, wie man Konkurrenten, auch größere, erfolgreich schluckt. Zudem gewann er früh internationale Erfahrung und sprachliche Gewandtheit, die Wenning sich mühsam aneignen musste. Unter Dekkers dürfte bei Bayer ein neuer Wind wehen. Nach der Krise könnte die Chemie verkauft und die Pharma-Sparte ausgebaut werden. In Asien, aber auch am deutschen Markt, wo sich viele zu kleine Pillen-Hersteller tummeln, locken Kaufgelegenheiten. Um Bayers Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, dürfte der forsche Manager auch unpopuläre Maßnahmen nicht scheuen. Damit Dekkers das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet, hat ihm der Konzern, den die Kanzlerin beim TV-Duell als vorbildlichen Sozialpartner lobte und der gerade über seinen Standortsicherungs-Pakt verhandelt, Trainer zur Seite gestellt. Acht Monate lang soll Dekkers an der Seite von Wenning lernen. Ein Bayer-Urgestein wird sein Finanzchef. Ein interessantes Team.

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