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Rheinische Post: Dreimal Ende offen Von Reinhold Michels

    Düsseldorf (ots) - Acht Tage vor den Landtagswahlen im Saarland sowie in den Freistaaten Sachsen und Thüringen könnte man Bert Brecht abwandeln: Der Vorhang auf und alle Fragen ebenso. Es zeichnet sich ab, dass die von CDU-Chefin Merkel, dem CSU-Vorsitzenden Seehofer und FDP-Chef Westerwelle angestrebte "schwarz-gelbe" Bundesregierung nach dem 27. September durch die Vorweg-Abstimmungen am 30. August nicht den erhofften atmosphärischen Schub bekommen wird. Man wird den Verdacht nicht los, dass die Wahlberechtigten einen politischen Vielfarben-Teppich mehr schätzen als ein über die deutschen Lande verteiltes Einheits-Schwarz-Gelb. Vielleicht kommt es ja in den drei genannten Bundesländern zusätzlich zu der heimlichen Liebe der Deutschen: der großen Koalition, die  wie die Erfahrung lehrt  nicht notwendigerweise ein Bündnis der Besten ist, vielmehr oft an ein unverträgliches Gespann von Hund und Katze erinnert. Von den drei CDU-Ministerpräsidenten, die bald zur Wahl stehen, ist Peter Müller im Saarland am stärksten gefährdet. Dem Saarland droht Rot-Dunkelrot-Grün. Lebte der gebürtige Saarländer Honecker noch, würde er ins Horn stoßen. Hoffentlich bewahren die Saar-Grünen ihre Heimat vor diesem Experiment.

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