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Rheinische Post: Kommentar: Die Rezession ist zu Ende

Düsseldorf (ots) - Noch bevor sich der Zusammenbruch der US-Bank Lehman zum ersten Mal jährt, kann der Untergang des Kapitalismus abgesagt werden. Die Lehman-Pleite hatte zwar die Börsen einbrechen lassen, das Vertrauen der Menschen erschüttert und die Weltwirtschaft in die tiefste Rezession seit dem zweiten Weltkrieg geschickt. Doch früher als erwartet geht die Krise zu Ende. Die deutsche Wirtschaft verkauft wieder mehr, nachdem schon über Monate Stimmungsbarometer und Auftragseingänge geklettert waren. Noch ist der Aufschwung ein zartes Pflänzchen. Das Wachstum ist bescheiden, Rückschläge sind wahrscheinlich. Arbeitsmarkt und Handel steht der Einbruch erst bevor, der durch die Abwrackprämie gedopten Autobranche sowieso. Arcandor und Escada waren auch nicht die letzten großen Pleiten. Entscheidender ist aber, dass andere wie Chemie und Energie das Schlimmste hinter sich haben. Als der Markt versagte, haben die Regierungen Banken vor dem Zusammenbruch gerettet. Nun ist es für die Helfer an der Zeit, sich wieder zurückzuziehen. Wenn die Notenbanken nicht beizeiten die Milliarden wieder einsammeln, die sie in die Finanzmärkte gespült haben, legen sie den Keim für die nächste Blase. Wenn der Staat marode Firmen weiter päppelt, verschleppt er nur die nötige Marktbereinigung. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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