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Rheinische Post: Problem Pakistan Kommentar Von Godehard Uhlemann

Düsseldorf (ots) - Der pakistanische Taliban-Führer Baitullah Mehsud ist tot. Das sagen zumindest die eigenen Leute. Vieles spricht dafür. Die pakistanische Seite ist skeptisch. Sie weiß, dass Galionsfiguren des Terrors gerne ins Nebulöse verschwinden in der Hoffnung, die Fahndung nach ihnen lasse nach. Pakistan ist innenpolitisch instabil. Die Widersacher der Regierung haben ein hohes Interesse an weiterer Destabilisierung. Sie wissen, die Chance, das Regime zu stürzen, war nie so günstig wie heute. Der Kampf gegen die Terrorgruppen, die radikalisierten Taliban und die Stammesführer, die ihre eigenen Reiche auf der Basis des islamischen Rechts der Scharia verteidigen wie eine Löwin ihre Welpen, ist längst nicht entschieden. Man kann die Probleme der Atommacht Pakistan auch nicht isoliert von Afghanistan sehen. Die geflohenen afghanischen Warlords und Terror-Paten haben sich im Grenzgebiet zu Pakistan häuslich eingerichtet. Von da ziehen sie ihre Strippen, von da werden im Vorfeld der afghanischen Präsidentenwahlen am 20. August die Terroraktionen gesteuert. US-Präsident Obama hat recht mit seiner Einschätzung, dass beide Länder als Problemeinheit zu sehen sind. Einzellösungen beenden kein Terrorproblem, auch nicht der Fall Mehsud. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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