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Rheinische Post: Abschreckung hilft Kommentar Von Gerhard Voogt

Düsseldorf (ots) - Die Zahl der Jugendlichen, die wegen schwerer Straftaten verurteilt wurden, ist in Nordrhein-Westfalen deutlich zurückgegangen. Endlich mal eine gute Nachricht aus der NRW-Justiz, deren Ruf in den vergangenen Wochen durch die Missstände und Schlampereien bei der Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach schwer beschädigt wurde. In Mönchengladbach läuft zum Glück nicht alles schief. Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe haben dort vorgemacht, wie man mit jungen Intensivstraftätern umgeht. Dort erhalten die polizeibekannten Jugendlichen regelmäßig unangemeldet Besuch von den Ermittlern, und zwar auch spät abends, an Feiertagen und an Wochenenden. Die Teams haben ein Auge auf die Jungkriminellen, fragen danach, wie es in der Schule oder am Ausbildungsplatz läuft, binden die Eltern mit ein. Die Visiten dienen der Abschreckung - und das Konzept hat Erfolg. Die Zahl der jungen Intensivstraftäter konnte halbiert werden. Viele Städte machten es den Mönchengladbachern nach. Die gute Arbeit schlägt sich nun in der Strafverfolgungsstatistik nieder. Die Grünen werden mit ihrem Rat an die Union, die "Law and Order"-Politik nun zu beenden, im Wahlkampf wohl kaum punkten. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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