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Rheinische Post: Das Ende einer großen Marke

    Düsseldorf (ots) - von Martin Kessler

    Karstadt und Quelle - das verbinden viele in Deutschland mit wachsendem Wohlstand für breite Bevölkerungsschichten. Das umfassende Angebot, die günstige Auswahl, die bequeme Lieferung. Die beiden Marken sind ein Stück Wirtschaftsgeschichte in Deutschland - mit Höhen und Tiefen. Jetzt hat Arcandor, der Dachkonzern von Karstadt und Quelle, Insolvenz angemeldet. Die Mutter ist illiquide und kann einen Kredit von 710 Millionen Euro nicht zurückzahlen. Das ist ein marktwirtschaftlicher Vorgang - mit einschneidenden Folgen für die Beschäftigten. Doch die müssen nicht alle mit dem Schlimmsten rechnen. Das moderne Insolvenzrecht sieht einen Sanierungsplan vor, der das Unternehmen zunächst vor den Gläubigern schützt und den Beschäftigten die Auszahlung ihrer Gehälter sichert. Ein Katastrophenszenario sieht anders aus. Der Antrag war unausweichlich. Denn die Eigner haben den Konzern durch merkwürdige Miet-, Pacht- und Kreditverträge ausgehöhlt und waren zum Schluss nicht mehr bereit, neues Kapital nachzuschießen. Auf dieser Grundlage wären Staatshilfen zum Rettungspaket für Milliardäre geworden. Zum Risiko in der Marktwirtschaft gehört es, den Einsatz zu verlieren. Das ist geschehen. Jetzt gilt es, daraus für die Beschäftigten das Beste zu machen.

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