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Rheinische Post: Koalitions-Absagen

    Düsseldorf (ots) - Von Eva Quadbeck

    Deutschland steuert auf einen Lagerwahlkampf zu. Die Grünen haben ein Jamaika-Bündnis mit Union und FDP ausgeschlossen. Zum gleichen Zeitpunkt platzierte FDP-Chef Westerwelle eine Absage an eine Ampelkoalition unter Führung der SPD. Diese Absagen muss man ernst nehmen. Nach dem Fall Ypsilanti wird keine Partei mehr leichtfertig solche "Wahlversprechen" geben. Was bleibt? Die Chancen der SPD, den Kanzler zu stellen, sind weiter gesunken. Schwarz-Gelb ist möglich; Rot-Grün utopisch. Dies wird ein Lagerwahlkampf mit ungleichen Kräften: Auf der einen Seite stehen Union und Liberale, die den jeweils anderen als Wunschkandidaten für eine Koalition bezeichnen. Auf der anderen Seite steht ein zersplittertes linkes Lager. Die SPD kämpft ohne Aussicht auf Mehrheit für einen Kanzler Steinmeier. Die Grünen kämpfen für ihre Inhalte. Und die Linke erhebt bislang keinen Regierungsanspruch. Für den Fall, dass das linke Lager eine Mehrheit bekommen sollte, wird im September sicher wieder eine große Koalition gebildet. Die Grünen haben aber jetzt den Weg geebnet, dass SPD, Grüne und Linke doch zusammenfinden könnten - falls die nächste große Koalition keine vier Jahre hält.

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