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Rheinische Post: Testfall WestLB

    Düsseldorf (ots) - Von Martin Kessler

    Die endlose Geschichte um die Landesbanken und insbesondere die einstige Skandalbank WestLB scheint doch noch einen versöhnlichen Ausgang zu finden. Wenn sich die Ministerpräsidenten bis Mitte Juli auf eine bundesweite Bank deutscher Länder einigen, käme die in Verruf geratene Bankensparte endlich zur Ruhe. Und der nordrhein-westfälischen Landesregierung dürfte ein Stein vom Herzen fallen. Denn eine WestLB, die ständig neue Milliarden verschlingt, könnte Jürgen Rüttgers am Ende die Wahl kosten. Ganz klar ist das künftige Geschäftsmodell der neuen Bank immer noch nicht. Denn nach den Erfahrungen der Vergangenheit darf ein solches Spitzeninstitut keine allzu riskanten Geschäfte mehr tätigen. Es sollte die Sparkassen unterstützen und ihnen ganz altmodisch die Transaktionen und Geschäfte abnehmen, die vom Umfang her auch für die großen Institute nicht zu stemmen sind. Die Behandlung der gefährlichen Wertpapiere ist im Modell Steinbrücks dem der Privatbanken vergleichbar. Die Landesbanken - Paradebeispiele staatlicher Misswirtschaft - können dann nicht mehr über Benachteiligung klagen. Die Epoche von WestLB und Co. ist freilich endgültig vorüber.

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