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Rheinische Post: Fröhlich evangelisch

    Düsseldorf (ots) - von Jens Voss

    Die Überraschung dieser EKD-Synode war nicht die Wahl von Katrin Göring-Eckardt zur Präses (Vorsitzenden) der Synode. Frau, grün, Theologin - das passt zum synodalen Milieu. Die Überraschung war Günther Beckstein. Am Anfang fremdelte das Kirchenparlament, das 24 Jahre von SPD-Politikern geleitet wurde, mit dem Konservativen und dessen Ruf, als CSU-Innenpolitiker hart für Recht und Ordnung gestritten zu haben. Dann aber kippte die Stimmung zu seinen Gunsten. Er überzeugte die Synodalen - man darf sagen: zu deren eigenen Überraschung. Beckstein ist offenbar, wenn es um den lieben Gott geht, vor allem dies: gut evangelisch. Ein Aha-Effekt: Politische Meinungsverschiedenheiten verblassen am Rande der Ewigkeit; die Gemeinsamkeit ist in letzten Fragen manchmal größer, als es politischer Tageskampf ahnen lässt; und so können auch, mit einem Wort Göring-Eckardts, Schwarze und Grüne zusammen fröhlich evangelisch sein. Zugleich schärft nun ein konservativer Kopf mit das Profil des Protestantismus in Deutschland - mit ihm werden sich viele jener Bürgerlichen identifizieren, die sich in den Gremien der Kirche und deren Verlautbarungen nicht immer wiederfinden. Beides stärkt das evangelische Lager.

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