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Rheinische Post: Treue zu Israel Kommentar Von Martin Kessler

    Düsseldorf (ots) - Die klare Haltung von Bundeskanzlerin Merkel hat sich ausgezahlt. Der Verzicht auf die Teilnahme Deutschlands an der so genannten Antirassismus-Konferenz der Vereinten Nationen war richtig. Irans Präsident hat wieder einmal sein wahres Bestreben gezeigt, das letztendlich auf die Vernichtung Israels gerichtet ist. Nicht nur wegen der besonderen Beziehungen Deutschlands zum jüdischen Staat sollten Vertreter der Bundesrepublik für eine Veranstaltung, in der Israel geschmäht und gedemütigt wird, kein Forum bieten. Unverständlich ist hingegen die Haltung der meisten EU-Staaten einschließlich Frankreichs, die an dieser Farce der Vereinten Nationen teilnahmen. Sie zogen erst in letzter Minute die Reißleine und verließen den Saal in Genf, den Ahmadinedschad voraussehbar zur Bühne seiner finsteren Demagogie umfunktionierte. Auch die Vereinten Nationen sollten sich nicht das berechtigte Anliegen, den Kampf gegen Rassismus und Verfolgung von Minderheiten, von einzelnen Extremisten beschädigen lassen. Schließlich war es die Staatengemeinschaft, die mithalf, den Staat Israel aus der Taufe zu heben. Ein bisschen mehr Treue zu diesem Staat wäre trotz aller Kritik angebracht.

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