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Rheinische Post: Obamas Forderung

    Düsseldorf (ots) - von Godehard Uhlemann

    Bevor Barack Obama in der kommenden Woche nach Europa kommt, hat er daheim die Eckpunkte seiner Afghanistan-Politik klar formuliert. Es geht für ihn darum, den Kampf gegen die Taliban und die Al-Qaida-Terrortruppe in jedem Fall zu gewinnen. Es geht ihm um den militärischen Sieg. Der amerikanische Präsident erwartet von den Europäern keine Vorträge, sondern Beiträge, wie das Ziel zu erreichen ist. Afghanistan ist für Obama ein internationales Problem. Damit ist für ihn auch klar, dass sich alle an der Lösung beteiligen müssen. Diese Botschaft wird in einer Woche beim Nato-Gipfel aber auch schon bei der Afghanistan-Konferenz wenige Tage zuvor im Lager der Bündnispartner für Unruhe sorgen. Deutschlands Außenminister Steinmeier begrüßt Obamas Ansatz als richtig. Doch ab welcher Größenordnung wird Berlin Obamas Forderungen zurückweisen? Wird nicht inzwischen ein Erwartungsdruck aufgebaut, dem nicht nachzugeben, Freundesverrat gleich kommt? Die Deutschen engagieren sich in einem hohem Maße beim Zivilaufbau des Landes. Das war kein Freikauf vom Kampf, sondern die Früherkennung dauerhafter Friedensmaßnahmen. Im Übrigen hat auch Deutschland eine Reihe Gefallener zu beklagen.

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