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Rheinische Post: SPD will Managergehälter bei Unternehmen deckeln, die Staatshilfe beziehen

    Düsseldorf (ots) - Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Joachim Poß hält eine generelle, gesetzliche Begrenzung der Managervergütung bei Unternehmen, die staatliche Hilfen beziehen, für denkbar. "Ich kann mich mit diesem Gedanken anfreunden. Keine Leistung ohne Gegenleistung sollte nicht nur für Banken, sondern für alle Branchen gelten", sagte Poß der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Für welche Staatshilfen die Vergütungsauflagen gelten könnten, sei in der SPD noch nicht abschließend diskutiert worden. In der Koalitionsarbeitsgruppe zu den Mangergehältern sieht Poß Einigungswillen. "Ich glaube, dass wir uns bis zum Jahresende in vielen Punkten einigen können." Dazu zählte der Fraktionsvize etwa die Vorgabe, dass Manager Optionen auf eigene Aktien künftig erst nach vier Jahren einlösen können, der Aufsichtsrat geschlossen über die Managervergütung entscheiden soll   und rückwirkend die Vorstandsgehälter kürzen muss, wenn die Wirtschaftsentwicklung des Unternehmens schlecht ist. Ein gemeinsamer Beschlussentwurf der Koalitionsarbeitsgruppe liege entgegen einiger Medienberichte aber nicht vor, sagte Poß. Die für morgen angekündigte Arbeitsgruppensitzung wurde abgesagt.

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