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Rheinische Post: Schulstreit in NRW

    Düsseldorf (ots) - von Detlev Hüwel

    Vor der Wahlserie in Kommunen, Bund und Land ist die nordrhein-westfälische FDP (15.956 Mitglieder) sichtlich bestrebt, ihre Eigenständigkeit zu unterstreichen. Das hat schon mehrfach das Koalitionsgetriebe zum Knirschen gebracht. So etwa beim Kindergartengesetz oder beim Abbau der Neuverschuldung. Dahinter steckt das Bemühen der Parteispitze, der FDP durch Abgrenzung von der CDU ein schärferes Profil zu verschaffen. Besonders augenfällig wird dies in der Schulpolitik. Die Landes-FDP wird am Wochenende auf ihrem Parteitag allen "Bildungskonservativen" eine Absage erteilen, wie es im Leitantrag des Vorstands heißt. Gemeint sind damit in erster Linie die Christdemokraten, aber das zielt auch gegen Kritiker in den eigenen Reihen. Die FDP beansprucht in Bildungsfragen die Meinungsführerschaft und zieht mit der umstrittenen "regionalen Mittelschule" Konsequenzen aus dem sich beschleunigenden Rückgang der Schülerzahlen. Damit ist sie zwar weit entfernt von der SPD-Einheitsschule (die auch das Gymnasium schlucken könnte), aber dennoch nicht im Alleinbesitz der Vernunft. Denkbar wäre schließlich auch, die demografische Entwicklung als Chance zu begreifen, endlich kleinere Klassen bilden zu können.

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