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Rheinische Post: Börsen und Jobs Kommentar VON ANTJE HÖNING

Düsseldorf (ots)

Zehn Millionen Deutsche besitzen Aktien. Mit
Schaudern sehen sie, dass die staatlichen Rettungspakte für Banken 
die Talfahrt der Börsen nicht dauerhaft stoppen konnten. Das heißt 
nicht, dass die Hilfsaktionen vergeblich sind. Sie sind notwendig, um
einen Kollaps des Bankensystems und damit eine neue 
Weltwirtschaftskrise zu verhindern. Sie können (und sollen) aber 
keinen Konjunkturabschwung verhindern. Langsam wird den Börsianern 
bewusst, dass dieser schärfer ausfällt als erwartet. Deshalb fallen 
die Kurse nun weiter. Vierzig Millionen Deutsche haben einen 
Arbeitsplatz. Die schlimmere Nachricht des gestrigen Tages gab es für
sie. Seit die Finanzkrise Deutschland erreicht hat, versicherten 
Forscher, dass die Rezession am Arbeitsmarkt vorbei gehe. Das ist nun
passé. Ausgerechnet die vorsichtigen Experten der Bundesanstalt für 
Arbeit sagen als erste einen Anstieg der Arbeitslosigkeit für 2009 
voraus. Dass Deutschland dann auch wählt, ist ungünstig. Im Kampf um 
Wähler überbieten sich Parteien schon jetzt mit Konjunkturprogrammen.
Als hätten sie vergessen, dass diese nur Strohfeuer anzünden, die den
folgenden Generationen zudem neue Schulden aufbürden. Die ruhige Hand
ist nun gefragt. Für Anleger und Politik.

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Telefon: (0211) 505-2303

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