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Rheinische Post: Ukraine-Gerangel Kommentar VON DORIS HEIMANN

    Düsseldorf (ots) - Ganze neun Monate hielt die Neuauflage der prowestlichen Regierungskoalition in der Ukraine. Jetzt stehen dem Land möglicherweise Neuwahlen bevor  es wäre das dritte Mal innerhalb von drei Jahren. Einen ungünstigeren Moment, um ihr Bündnis zu zersägen, hätten sich Präsident Viktor Juschtschenko und Premierministerin Julia Timoschenko nicht aussuchen können. Denn Russland sieht sich wieder in einem ideologischen und territorialen Wettstreit mit dem Westen. Die Ukraine und Georgien suchen als ehemalige Sowjetrepubliken die Annäherung an EU und Nato. Beide sind Moskau ein Dorn im Auge. Seit der russischen Militärinvasion in Georgien wächst die Befürchtung, die Ukraine könnte das nächste Ziel russischer Begehrlichkeiten werden. Bereits jetzt warnen Beobachter davor, Russland könnte die kreml-freundliche "Partei der Regionen" von Viktor Janukowitsch finanzieren, um in der Ukraine einen Machtwechsel herbeizuführen. Damit ließen sich alle Errungenschaften der "Orangenen Revolution" von 2004 wieder rückgängig machen. Die einstigen Helden dieser Revolution aber  Juschtschenko und Timoschenko  haben nichts Besseres zu tun, als mit ihrem Streit den idealen Boden dafür zu bereiten.

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