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Rheinische Post: Wert der Kinder Kommentar VON MARTIN KESSLER

    Düsseldorf (ots) - Kinder haben nicht für Familien, sondern auch für die Gesellschaft einen sehr hohen Wert. Der Staat erkennt das an, indem er Familien finanziell entlastet und die Ausbildung der Kinder fördert. Das wichtigste Instrument dafür ist das Kindergeld. Trotz der beachtlichen Leistungen von annähernd 200 Milliarden Euro für die Familie übersteigen die Kosten für Kinder noch immer bei weitem die Zuschüsse. Zum Teil muss das sein. Denn Kinder stellen auch einen Reichtum dar, dessen Finanzierung nicht allein der Staat tragen muss. Die überwiegende Mehrzahl der Familien akzeptiert das. Die Lücke zwischen Kosten und Entlastung fällt aber immer noch zu hoch aus. Deshalb ist trotz angespannter Finanzlage eine Erhöhung des Kindergelds angebracht. Der einheitliche Zuschusses stellt auch sicher, dass Kinder aus unterschiedlichen Einkommensgruppen die gleichen Chancen erhalten. Manche wenden ein, dass ein höheres Kindergeld für das dritte und vierte Kind, wie es die CSU jetzt vorschlägt, diesem Gleichheitsgrundsatz widerspricht. Hier ist aber die Belastung der Eltern zu sehen. Da die Lücke zwischen Kosten und Staatsleistung weiterhin klafft, wird eine höhere Kinderzahl ohne diesen Ausgleich zum Armutsrisiko.

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