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Rheinische Post: WestLB: Druck wird stärker Kommentar VON GEORG WINTERS

Düsseldorf (ots) - Der Druck auf die WestLB und das öffentlich-rechtliche Geldgewerbe nimmt zu. Dass die EU-Kommission ihre Genehmigung milliardenschwerer Rettungsbeihilfen offenbar so deutlich mit Forderungen nach Veränderungen im Eigentümerkreis verknüpft hat, zeigt die Dringlichkeit von Lösungen auf. Lange Zeit haben die Eigner aller Landesbanken nur über Konsolidierung geredet statt sie in Angriff zu nehmen. Jetzt zwingt die Finanzkrise sie zum Handeln. Das ist keine besonders angenehme Ausgangsposition. Aber die Fremdbestimmung aus Brüssel darf jetzt niemand beklagen, der vorher Zeit genug gehabt hätte, selbst aktiv zu werden. Viele Lösungen bleiben nicht für die WestLB. Wer wie die Sparkassen den Einzug privater Investoren scheut wie der Teufel das Weihwasser, für den sind die Auswahlmöglichkeiten von vornherein begrenzt. Die Finanzkrise macht das Fusions-Geschäft zusätzlich schwerer. Und wenn bei potenziellen Verhandlungspartnern womöglich noch Milliardenrisiken in den Zahlenwerken schlummern, schafft das zusätzliches Misstrauen. Über Einsparungen und Stellenabbau ist in der Vergangenheit viel geredet worden. Wer glaubt, dass mit den bisher bekannten Plänen alle Sorgen vom Tisch wären, der irrt. Wird die Konsolidierung ernsthaft betrieben, wird es weitere Opfer geben müssen. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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