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Rheinische Post: Mehr Praxisgebühr für zwei Millionen Barmer-Versicherte

Düsseldorf (ots) - Zwei Millionen Versicherte der Barmer Ersatzkasse müssen ab 1. Juli mehr Praxisgebühr zahlen. Das bedeutet für die Versicherten eine Mehrbelastung von bis zu 30 Euro im Jahr. Das bestätigte Barmer-Sprecher Axel Wunsch der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Bislang mussten die Versicherten, die sich in das Hausarzt-Modell eingeschrieben hatten, nur einmal im Jahr zehn Euro Praxisgebühr zahlen. Nachdem das Bundessozialgericht das Hausarzt-Modell Anfang Juni gekippt hat, nimmt die größte deutsche Krankenkasse jetzt wieder die volle Praxisgebühr von bis zu 40 Euro im Jahr. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KV) begrüßte das Aus. "Wir haben den Hausarzt-Vertrag der Barmer stets für einen Etikettenschwindel und ein Marketing-Mittel gehalten", sagte KV-Chef Leonhard Hansen der "Rheinischen Post". An dem Barmer-Hausarzt-Modell hatten sich seit 2005 rund 38000 Ärzte und 20000 Apotheker sowie zwei Millionen der sieben Millionen Barmer-Versicherten beteiligt, so die Kasse. Durch den Richterspruch muss die Barmer den Kassenärztlichen Vereinigungen nun 40 bis 60 Millionen Euro zurückzahlen. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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