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Rheinische Post: Altersteilzeit ade Von Antje Höning

    Düsseldorf (ots) - Mit der Agenda 2010 war ein kleiner Ruck durch Deutschland gegangen. Es sollte Schluss sein mit milliardenschweren Geschenken an ältere Arbeitnehmer und ihre Betriebe. Daher kürzte Rot-Grün die Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I. Später beschloss die große Koalition das Ende der staatlich geförderten Altersteilzeit. Doch seit der Rüttgers-Flügel in der CDU, die taumelnde SPD und die Linke um die Hoheit über den Stammtischen wetteifern, werden die Uhren zurückgestellt. Erst verlängert die große Koalition die Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I. Nun will die SPD, endlich wieder Arm in Arm mit einer streiklustigen IG Metall, die Verlängerung der Altersteilzeit durchsetzen. Das ist zukunftsvergessen und gegen alle ökonomische Vernunft. Die alternde Gesellschaft leidet bereits unter Fachkräftemangel und kann es sich nicht leisten, qualifizierte ältere Arbeitnehmer vorzeitig nach Hause zu schicken. Genau dazu verlockt aber die Altersteilzeit. Gewiss gibt es wenige Berufe, in denen man mit 65 nicht mehr arbeiten kann. Doch hier sind Weiterbildung und Kreativität der Firmen gefragt, nicht aber die sozialpolitische Gießkanne. Dass dies auch noch Milliarden an Beitragsgeldern kostet, macht das Ganze noch schlimmer.

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