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Rheinische Post: Clinton vor dem Aus Kommentar VON FRANK HERRMANN

    Düsseldorf (ots) - Das Rennen ist gelaufen. Der Newcomer hat die Etablierte besiegt. Offiziell ist das alles noch nicht, doch im Grunde ist er entschieden, der überlange Wettstreit um die Nominierung der Demokraten. Der Präsidentschaftskandidat heißt Barack Obama. Was die nächsten Tage bestimmt, ist das Spekulieren darüber, wann Hillary Clinton das Unvermeidliche einsieht und das Handtuch wirft. Einholen kann sie Obama nicht mehr. All ihre Hoffnung ruht auf den Superdelegierten. Allein sie können dem Prinzen die Krone verweigern. Zumindest theoretisch  das Praktische steht auf einem anderen Blatt. Sie werden sich dreimal überlegen, ob sie den Willen der Basis ignorieren und die Unterlegene eines demokratischen Verfahrens per Palastputsch auf den Thron hieven. Im Grunde geht es nur noch darum, wann Hillary der Wahrheit ins Auge sieht. Jede Häme verbietet sich, die eiserne Kämpferin verdient allen Respekt. Man muss die gnadenlose Härte amerikanischer Wahlkämpfe kennen, um zu verstehen, warum sie sich so schwer mit dem Aufgeben tut und trotzig weiter kämpfen will. Die Frage ist, ob Clinton das Wohl ihrer Partei übers eigene Ego stellt. Wahre Größe beweist sich in der Stunde der Niederlage.

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