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Rheinische Post: Obamas Belastung

Düsseldorf (ots) - Von Godehard Uhlemann Die Demokratie räumt jedem Bürger das Recht ein, Unsinn zu reden. Zum Problem wird das erst, wenn der Unsinn geglaubt und als Basis für politisches Handeln genutzt wird. Barack Obama hat nun ein großes Problem, das seinen Erfolg beim Kampf um die Kandidatur bei den Demokraten für die US-Präsidentschaft gefährdet. Pfarrer Jeremiah Wright, der die Obamas traute, deren Kinder taufte und der Familie ein geistliches Zuhause gab, zwingt Obama zur klaren Distanzierung. Obama sagt sich nun endlich von dem Geistlichen los. Das hätte er schon längst tun sollen. Denn Wrights jüngster rhetorischer Amoklauf ist nur eine Neuauflage früherer Ausfälle. Die Terroranschläge des 11. September seien die Antwort auf US-Terroranschläge. Die Menschheitsgeißel Aids führt der Geistliche auf eine rassistische Verschwörung der US-Regierung zurück. Solche antiamerikanischen Aussagen sorgen für Empörung. Sie rücken auch Obamas Wahlkampf ins Zwielicht, denn die Nähe zum Prediger wird von Obamas Gegnern ausgenutzt. Obama ist empört und hat klargestellt, dass Wrights Äußerungen nichts mit seiner Wahlkampagne zu tun haben. Ob man ihm glaubt, wird sich am Dienstag bei den nächsten Vorwahlen in North Carolina und Indiana zeigen. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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