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Rheinische Post: Verkehrsminister Tiefensee rüffelt Bahnchef Mehdorn

    Düsseldorf (ots) - Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) kritisiert in einem Brief an Bahnchef Hartmut Mehdorn dessen Weigerung, den Aufenthalt des "Zuges der Erinnerung" in der Hauptstadt Berlin zu unterstützen.  Dies berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Samstagausgabe). "Die Bahn hat sich mit ihrer bisherigen Haltung weitgehend isoliert, und das Ansehen des Unternehmens droht ernsthaft Schaden zu nehmen", schreibt Tiefensee. Er forderte Mehdorn auf, seine bisherige Haltung zu revidieren. Mehdorn solle den "Zug der Erinnerung" konstruktiv begleiten und die 100 000 Euro teuren Trassen- und Stationsgebühren durch eine gleich hohe Spende erstatten. Mit der Aktion will eine Initiative auf die Verwicklung der Reichsbahn in die Transporte von Juden in die Vernichtungslager der Nazis aufmerksam machen. Bahnchef Mehdorn hatte den Aufenthalt des Zuges im Berliner Hauptbahnhof aus organisatorischen Gründen abgelehnt. Kritiker werfen ihm vor, er wolle die neue Vorzeigestation nicht mit der Erinnerung an Nazi-Gräuel in Verbindung bringen.

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