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Rheinische Post: Neues altes Italien

Düsseldorf (ots)

Von Godehard Uhlemann
Zwar hat Italien eine neue Regierung und einen Senat gewählt, doch
das ist nicht gleichbedeutend mit politischer Stabilität. Es gibt 
kaum eine Regierung, die eine volle Legislaturperiode durchgehalten 
hat. Zu groß waren die inhaltlichen Unterschiede zwischen den in 
Bündnissen zusammengefassten Parteien. Ein politisches Comeback des 
politischen Altstars Silvio Berlusconi wird daran auch nicht viel 
ändern. Italien hätte eine Wahlrechtsreform dringend nötig, um die 
Zersplitterung in kleine Gruppierungen endlich zu unterbinden, die 
aus Koalitionsgründen hofiert werden. Doch dieses Umgarnen verzerrt 
die wirklichen Machtverhältnisse. Große Parteien werden zu Geiseln 
der politischen Winzlinge, die nicht selten Zünglein an der Waage 
spielen. Die Wahlrechtsreform war auf dem Weg, doch Berlusconi hat 
sie nach dem vorzeitigen Zusammenbruch der Regierung Prodi von der 
Tagesordnung abgesetzt.
Italien hat riesige Probleme zu meistern. Es geht um das Müllchaos in
Neapel oder um den Verkauf der Nationalfluglinie. Es geht um Wein- 
und Käseskandale und damit um Italiens Image. Immer mehr Italiener 
bleiben der Wahl fern, weil sie die Nase von ihrer politischen Kaste 
voll haben. Dieses Zeichen sollte der neue Regierungschef sehr ernst 
nehmen.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2303

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