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Rheinische Post: Hessen-Chaos

    Düsseldorf (ots) - von Reinhold Michels

    Ab morgen wird das zentrale Land Hessen von einer Regierung minderen Gewichts verwaltet. CDU-Chef Koch bleibt zwar geschäftsführend im Amt. Aber das, was ihm und seinen Minister zu tun bleibt, ist Geschäftsführung ohne (Wähler-)Auftrag, wenn auch von der Verfassung für den parlamentarischen Notfall ausdrücklich so vorgesehen. Die kurzzeitig aufgeflackerte Alternative, eine rot-grüne Minderheitsregierung mit Unterstützung durch linksradikale, womöglich SED-nostalgische Protestler wäre für Hessen allerdings viel schlechter gewesen. Selbst die Hessen-SPD müsste in ruhigeren Stunden ihrer widerständigen Genossin Metzger dankbar sein, dass diese Tapfere im letzten Moment das gefährliche, törichte, ja, auch schandbare Bündnis mit den sozialistischen Untoten verhindert hat. Hessen steht ein Nervenkrieg zwischen Rumpf-Regierungschef Koch und seiner Widersacherin Ypsilanti bevor. Koch wird um die Gunst der Grünen werben, weil er "Jamaika"-Geschichte schreiben will. Er muss aufpassen, nicht die Grenze zum politischen Stalking zu überschreiten. Am besten wäre es, die Hessen erhielten bald die Chance, ihre Abstimmung vom 27. Januar im Lichte des dabei angerichteten Chaos' zu wiederholen. Bericht: Koch tritt zurück . . ., Seite A4

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