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Rheinische Post: Waffen für Araber - Von GODEHARD UHLEMANN

    Düsseldorf (ots) - Amerikas Aufrüstungsrunde für die arabische Welt weckt Widerspruch. Das war zu erwarten, denn die Region des Nahen Ostens ist ohnehin ein Pulverfass. Die Fronten schienen bislang klar. Israel kann sich mit US-Hilfe gegen die Araber behaupten. Nun hilft Washington der Gegenseite. Diese politische Volte ist eine Abkehr von der jahrelang verfolgten Konzeption, auch den Nahen Osten demokratisieren zu wollen, um Frieden in Freiheit zu erreichen. Die neuen Waffen für die Araber sind aber auch eine Existenzabsicherung der bestehenden feudal-autokratischen Regime. Sie wollen von echter Demokratie und Freiheit nach wie vor wenig wissen.

    Die Araber sind sich einig mit Amerika, dass der Iran keine militärische Vormachtstellung erreichen darf. Eine iranische Atombombe wäre für sie genau so wenig hinnehmbar wie für Israel. Sie wäre für alle eine Bedrohung. Wer Teheran von allen Machenschaften freispricht, irrt. Er braucht nur die Reden von Staatspräsident Ahmadinedschad zu lesen. Man soll ihm nicht glauben? Einverstanden. Dann aber auch nicht, wenn er behauptet, an A-Waffen nicht interessiert zu sein. Nur wenn der Iran international geächtet wird wie Nordkorea, besteht die Chance, dass Teheran sein Atomprogramm offenlegt.

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