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Weser-Kurier: Hans-Ulrich Brandt schreibt über das Jamaika-Bündnis in Kiel:

Bremen (ots) - Testlauf

Schwarz-Gelb in Düsseldorf, Schwarz-Gelb-Grün in Kiel - die CDU ist in der komfortablen Lage, verschiedene Optionen bei der Koalitionsbildung zu haben. Das hat nicht nur Armin Laschet und nun auch Daniel Günther zu Ministerpräsidenten gemacht, das könnte auch für die Union im Bund noch sehr wichtig werden. Natürlich ist das Jamaika-Bündnis in Schleswig-Holstein nicht automatisch eine Blaupause für die Regierungsbildung, die im Herbst in Berlin ansteht. Doch die insgesamt ziemlich zielstrebigen Koalitionsverhandlungen der drei neuen Partner in Kiel haben gezeigt, dass es eben auch zwischen CDU und Grünen, ja sogar zwischen Grünen und FDP politische Schnittmengen gibt, die ein solides Bündnis begründen können. Die Chancen steigen also, dass Deutschland die nächsten vier Jahre nicht erneut von einer Großen Koalition regiert wird. Weder wollen sich das die Sozialdemokraten ein weiteres Mal antun, noch wäre eine solche Neuauflage der Herzenswunsch der Union. Da ist es gut, mit den Liberalen und den Grünen gleich zwei weitere mögliche Partner in petto zu haben. Jamaika im Bund - warum denn nicht?

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