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Weser-Kurier: Mirjam Moll über Google

Bremen (ots) - Natürlich ist es leicht zu behaupten, dass die Entscheidung der EU-Kommission überfällig war. Sieben Jahre brauchte die Behörde, um den Internetriesen in die Schranken zu weisen. Doch genau darum geht es: eine erdrückende Beweislast zu schaffen. Dazu analysierte die Wettbewerbsaufsicht 1,7 Milliarden Suchanfragen. Trotz der Rekordstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro bleibt die Summe hinter den Erwartungen zurück. Immerhin hätte die EU-Kommission das Unternehmen mit bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes bestrafen können: etwa sechs Milliarden Euro. Für Konzerne wie Google, die sich ihre Dienste mit den Daten ihrer Kunden bezahlen lassen, wird das Urteil nur eingeschränkt Auswirkungen haben: Denn der Nutzer entscheidet, ob er zu diesem Tauschgeschäft bereit ist. Tut er dies nicht, kann er Googledienste nicht mehr nutzen. Und genau daraus hat das Unternehmen längst Profit geschlagen: Verbraucher wollen bei Suchmaschinen die relevantesten Ergebnisse finden. Und wo könnte man das besser als beim größten Anbieter? Google hält mehr als 90 Prozent der Marktanteile. Google hat längst gewonnen. Daran wird auch das Urteil nichts ändern.

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