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Weser-Kurier: Über Barack Obama und Donald Trump schreibt Thomas Spang:

Bremen (ots) - Der Gegensatz zwischen dem scheidenden und künftigen Präsidenten könnte kaum schärfer sein. Während Barack Obama seine Abschiedsansprache für eine Reflexion über den Zustand der US-Demokratie nutzte, legte sich Donald Trump bei der ersten Pressekonferenz seit seiner Wahl mit den Geheimdiensten an. Was auch immer an dem geleckten Russland-Dossier dran ist: Trumps Vergleich mit Nazi-Deutschland schießt weit über das Ziel hinaus. In keinem Fall dürfte es sich als klug erweisen, den offenen Krieg mit den Schlapphüten zu suchen. Töricht ist aber auch die Entscheidung des Online-Dienstes "Buzzfeed", ungeprüft Verdächtigungen in die Welt zu setzen. Das ist unprofessionell und gibt Trump Munition gegen die angeblich so unfaire Presse. Der künftige Präsident liefert schon so Stoff genug, der es verdient, kritisch hinterfragt zu werden. Etwa die anhaltende Verstrickung zwischen Geschäfts- und Staatsinteressen. Die Übergabe seines Bauimperiums an seine beiden Söhne statt an einen unabhängigen Treuhänder ist nicht viel mehr als Augenwischerei. Sehr bedenklich sind auch die Ankündigung des Mauerbaus und die protektionistischen Töne Trumps. Eine Festung USA ist nicht nur unattraktiv. Sie gefährdet am Ende die Demokratie selbst. Eine Warnung, die Obama seinen Landsleuten bei seinem Abschied aus gutem Grund mit auf den Weg gab.

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