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Weser-Kurier: Über die Wende bei den Schülerzahlen schreibt Jürgen Theiner:

Bremen (ots) - Die Bildungspolitiker in Bund und Ländern müssen umdenken. Das stetige Abschmelzen der Schülerzahlen schien fast schon ein Naturgesetz zu sein, bundesweit wurden noch zwischen 2010 und 2014 über 700 Grundschulstandorte aufgegeben. Jetzt setzt der Umschwung ein. Dass er kommt, zeigt sich bereits in den Kindertagesstätten. In Bremen fehlten im Sommer rund 660 Betreuungsplätze, und dieser Engpass wird unvermeidlich in den Primarschulbereich hineinwachsen, wenn die Politik nicht zügig gegensteuert. Für das Haushaltsnotlageland Bremen ist das in erster Linie eine finanzpolitische Herausforderung. Auf dem Doppelhaushalt 2018/19 wird ein gewaltiger Sparzwang lasten, bevor sich ab 2020 durch die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzen eine leichte Entspannung bemerkbar machen dürfte. Genau auf dieser Durststrecke muss nun aber kräftig in neue Schulen investiert und Geld für neue Lehrer bereitgestellt werden. Der Kindersegen der letzten Jahre kommt für die Finanzpolitiker der rot-grünen Koalition gewissermaßen zur Unzeit. Wenn Bildung Priorität genießt, werden die Einschnitte anderswo umso heftiger sein.

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