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Weser-Kurier: Über den Schlag gegen den Drogenhandel in Bremen schreibt Ralf Michel:

Bremen (ots) - Die Erleichterung war spürbar bei Bremens Polizei: Endlich ein Erfolg gegen den Drogenhandel in Bremen. Endlich etwas, was man den Kritikern entgegenhalten kann. Was war nicht alles an Vorwürfen auf die Polizei niedergeprasselt: Untätig sei sie und machtlos, überlasse den Dealern geradezu kampflos das Feld. Und nun das: Nicht die kleinen Fische sind ins Netz gegangen, sondern die Hintermänner des Drogenhandels. Die beiden Männer, die Bremen quasi aufgeteilt haben für ihre finsteren Geschäfte - du dealst am Bahnhof, ich am Steintor - sollen gefasst sein. Dazu wurden wichtige Strukturen des Drogengeschäfts aufgedeckt. In der Tat ein Erfolg, der deutschlandweit bei den Sicherheitsbehörden Beachtung finden dürfte. Ob damit der Straßendeal in Bremen dauerhaft unterbunden wird, muss trotzdem bezweifelt werden. Gerade weil dieser kriminelle Geschäftszweig so gut organisiert ist, wird es nicht lange dauern, bis andere die entstandenen Lücken füllen. Aber ins Stocken geraten ist der Drogenhandel in Bremen allemal. Denn die Strukturen, die jetzt zerschlagen wurden, dürften nicht von heute auf morgen zu ersetzen sein. Außerdem gehen wichtige Signale von diesem Ermittlungserfolg aus. Der erfolgreiche Schlag gegen die Hintermänner dürfte sich herumsprechen im kriminellen Milieu. Vielleicht doch nicht so angenehm, das Leben als Drogendealer in Bremen... Vor allem aber könnte dieser Erfolg dem zuletzt arg gebeutelten Sicherheitsempfinden der Bürger dienen. Vielleicht doch nicht so machtlos, die Polizei in Bremen.

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