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Weser-Kurier: Über die türkische Offensive in Syrien schreibt Birgit Svensson:

Bremen (ots) - Endlich, sollte man meinen. Endlich reagiert Erdogan auf die Bedrohung durch die Terrormiliz Daesch, die auch die Türkei mit ihren Terroraktivitäten überzieht. Der Anschlag auf die Hochzeitsgesellschaft in Gaziantep war vielleicht der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Man wolle den Sumpf trockenlegen, begründete Ankara die Entsendung türkischer Bodentruppen nach Syrien. Doch an dem Sumpf, der im Nachbarland herrscht, ist die Türkei nicht unbeteiligt. Zu lange haben die Verantwortlichen in Ankara die Terrortruppe gewähren lassen, ja sie sogar unterstützt. Gerade Gaziantep ist ein gutes Beispiel dafür, wie ungeniert Daesch-Kämpfer auf türkischem Boden agieren konnten. Von Anfang an war die Stadt Anlaufstelle für Dschihadisten, bevor sie dann in den Irak oder nach Syrien weitergeschleust wurden. Wenn Erdogan dies jetzt unterbinden und Daesch im Grenzgebiet direkt bekämpfen will, ist dies gutzuheißen. Nur, es besteht der Verdacht, dass die Intervention nicht nur die Bekämpfung von Daesch zum Ziel hat, sondern auch das Vorrücken der Kurden verhindern soll, die in den letzten Tagen erhebliche Landgewinne gegen die Islamisten in Syrien verbuchen konnten.

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