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Weser-Kurier: über das Pfandsystem schreibt Maren Beneke:

Bremen (ots) - Was war das für ein Aufschrei damals, als 2003 das Einwegpfand eingeführt wurde. Supermarktbetreiber befürchteten eine Kostenlawine, die an die Verbraucher weitergereicht werden würde. Und heute? Heute ist die Eineinhalb-Liter-Flasche Wasser im Discounter mit 19 Cent günstiger als das Pfand selbst - diejenigen, die sich aus Gründen des Umweltschutzes für dieses System starkgemacht haben, sind vorgeführt worden. Die Idee hinter dem Einwegpfand ist gescheitert, denn der Anteil der Mehrwegflaschen hat seit 2003 rapide abgenommen. Die Müllberge sind geblieben. Und Nutznießer sind genau die, die damals laut geschrien haben: die Discounter, die jedes Mal kräftig mitverdienen, wenn eine Einwegflasche nicht zurückgegeben wird. Eine neue Kennzeichnungspflicht, wie nun vom Umweltministerium geplant, wird nicht viel zum Umdenken beitragen. Denn noch immer hat jeder zweite Deutsche den Unterschied zwischen einer Mehrweg- und einer Einwegflasche nicht verstanden. Das Problem könnte nur über eine zusätzliche Umlage auf Einwegflaschen gelöst werden - aber darüber wird aktuell nicht diskutiert.

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