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Weser-Kurier: Kommentar: Über Fracking schreibt Peter Mlodoch:

Bremen (ots) - Es ist wahrlich kein Gewinnerthema. Schon das bloße Wort löst Ängste und heftige Reaktionen aus; eine vernünftige Diskussion über das Für und Wider von Fracking ist längst nicht mehr möglich. Unterschiede in der Methode - hier das jahrzehntelang praktizierte Gesteinsaufbrechen in tiefen Schichten, dort das grundwassernahe Knacken von Schiefergasfeldern - werden ignoriert, selbst ein normales Gasfördern ganz ohne den Wasser-Sand-Chemie-Mix wird in den Fracking-Topf geworfen. So verlaufen denn auch die Fronten in diesem Streit völlig schräg. Niedersachsens rot-grüne Regierung hat den Wirtschaftsstandort und tausende Jobs im Blick, heimst sich prompt den Applaus der Industrie ein. Die Basis von SPD und Grünen sperrt sich und bekommt Beistand von unerwarteter Seite. Eine wachsende CDU-Widerstandgruppe um den Langwedeler Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt macht gegen die eigene schwarz-rote Koalition in Berlin mobil. Dass bei dieser Gemengelage bald ein solides Gesetz kommt, ist nur ein frommer Wunsch. Das Problem bleibt wohl - wie so oft - ungelöst oder an den Gerichten hängen.

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