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Weser-Kurier: Kommentar: Über die NordLB schreibt Peter Mlodoch

Bremen (ots) - Natürlich ist es eine Frage von Macht: Der Stärkere diktiert dem Schwächeren knallhart seine Bedingungen. So auch im Poker um die Zukunft der Bremer Landesbank. Die NordLB als Hauptanteilseigner hat dort nun mal das Sagen - Verlustängste und Identitätsgefühle in der Hansestadt hin und her. Aus niedersächsischer Sicht ist das Übernahmeangebot allerdings kein Ausdruck irgendwelcher Großmannsgelüste, sondern schiere Notwendigkeit. Die BLB mit ihren Verlusten verhagelt der NordLB schon jetzt das Geschäft, dorthin frisches Geld ohne Gegenleistung zu pumpen, widerspräche jeder kaufmännischen Logik. Nur als 100-prozentige Tochter käme das Bremer Institut unter die volle Risikoabdeckung der NordLB, würde von deren solider Eigenkapitalquote profitieren. Name und eine gewisse Eigenständigkeit wären gesichert. Natürlich würde das Land Bremen seinen Einfluss verlieren, aber dies könnte man vielleicht mit einer Mitsprache-Mitgift in Form eines Aufsichtsratspostens für die Hansestadt kompensieren. Dem normalen Kunden dürfte das ganze Konstrukt sowieso herzlich egal sein; der erwartet einfach nur eine gute Bank.

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