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Weser-Kurier: Über den Dax schreibt Philipp Jaklin:

Bremen (ots) - Es gibt sie noch, die unerschütterlichen Börsenoptimisten. Also diejenigen Experten, die weiter glauben, dass der Dax bis zum Jahresende sehr deutlich über 10 000 Punkten landen wird. Dass wir im Moment vielleicht nervöse Ausschläge nach unten erleben, der deutsche Aktienmarkt in den kommenden Monaten aber Boden gut machen wird. Diese Prognose wird dann meist mit dem Hinweis unterfüttert, dass der momentane Ausverkauf nicht viel mit der Realwirtschaft und umso mehr mit Stimmungen zu tun hat. Dass Investoren gerade stark zu Übertreibungen neigen. Letzteres stimmt sicher. Doch hinter den Panikreaktionen vieler Anleger steckt die Angst vor einem weltweiten Flächenbrand - und die ist berechtigt. Vor allem der rasant gefallene Ölpreis belastet die Finanzmärkte enorm. Viele Schwellenländer, die stark vom Rohstoffexport abhängen, haben enorme Schulden, die in Dollar notiert sind. Das billige Öl lenkt globale Zahlungsströme in einem Ausmaß um, dass die Folgen für die Weltwirtschaft kaum absehbar sind. Es spricht einiges dafür, dass es mit dem Dax weiter bergab gehen wird.

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